Jörg Ulrich Krah und Bernhard Parz: Paths to Vienna/Wege nach Wien (Ö. Kulturforum Brüssel)

Das Österreichisches Kulturforum Brüssel präsentierte am 10. Dezember 2020 das online Konzert  „Wege nach Wien“ mit dem Duo Bernhard Parz und Jörg Krah und beschreibt dieses ungewöhnliche Musikerlebnis folgend:

Mit ihrer CD-Einspielung „postscriptum B.“ die sämtliche Sonaten Beethovens für Violoncello und Klavier enthält und mit drei eigens für das Duo verfassten Kompositionen des bekannten polnischen Komponisten Georg Katzer (1935-2019) kombiniert, machten der deutsche Cellist Jörg Ulrich Krah und der Wiener Pianist Bernhard Parz international Furore. Für das österreichische Kulturforum in Brüssel haben sie nunmehr ein eigenes Online-Konzertprogramm unter dem Titel „Wege nach Wien“ zusammengestellt.
Den Weg in die österreichische Hauptstadt gefunden zu haben, verbindet zumindest drei der zum Klingen gebrachten Komponisten des Konzerts. Der aus Bonn kommende Ludwig van Beethoven, dessen Ahnen aus Mechelen stammten, wurde an der Donau zum großen Meister der Ersten „Wiener Schule“. Das verspielte Rondo aus dem Frühwerk der Sonate für Violoncello und Klavier No. 1, Opus 5 wird den Anfang des Konzerts bilden und den unbeschwerten, jugendlichen Tonschöpfer zeigen. Am Ende des Programms werden wir den ersten Satz von Beethovens vierter Cellosonate Opus 102, 1 hören. Er ist zweiteilig angelegt: nach einer langsamen Einleitung folgt ein rascher, feuriger Teil, in dem – wie beim reiferen Beethoven stets – keine Note zu viel zu enthalten sein scheint. Innerhalb dieses Rahmens kommen die weitgehend unbekannte bzw. vergessene deutsche Komponistin Helene Liebmann (1795-1869), der ungarische Komponist György Ligeti mit seiner leidenschaftlichen Sonate für Violoncello solo und Jörg Ulrich Krah selbst als Komponist zur Aufführung, letzterer mit sechs kurzen Essenzen für Klavier solo, deren komprimierte Kompositionsform u.a. auch die Ästhetik der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern) prägte. Sowohl Beethoven als auch Ligeti als auch Krah haben in Wien eine Wahlheimat gefunden, was Bernhard Parz, dem Pianisten des Konzerts von vorneherein vergönnt war. Ihre wahre und endgültige authentische Heimat fanden alle vier wohl erst in der Musik selbst.

 

Die Homepage des Österreichischen Kulturforum Brüssel
www.bmeia.gv.at/kf-bruessel/

Weiteres Konzert des Duos Bernhard Parz und Jörg Ulrich Krah auf unserem Blog:

 

Jörg Ulrich Krah und Bernhard Parz: Beethoven – Katzer Contrasts (ACFNY)