Silvia Kro: Ina Loitzl, 2013 (Auszug)

Ina Loitzl (* 1972) wurde in Klagenfurt geboren, studierte Grafik und visuelle Kunst am Salzburger Mozarteum sowie visuelle Medien bei Prof. Peter Weibel an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitet insbesondere in den Medien Fotografie und Video, fertigt Textilobjekte und Collagen.

Das kreative Prinzip von Ina Loitzl ist das Zusammenbringen unterschiedlicher Medien und Materialien. Häufig kombiniert sie Techniken, die sie dem traditionellen Handwerk entlehnt z.B. Stickereien mit Massenprodukten aus der Konsumwelt. Die dadurch entstehenden Überzeichnungen bis hin zur Skurrilität kann man als programmatisch deuten.

Die Absicht von Loitzl ist nicht die Produktion eines ästhetisch vollkommenen Werkes, vielmehr interessiert sie sich für die Darstellung einer subtilen Gesellschaftskritik, die Betrachter unterhält und eben infolge ihrer Spontanität anspricht.Zugleich werden sie mit den Grenzen der eigenen Toleranz und Offenheit konfrontiert.

Ihre Kunst zeichnet sich neben einer humorvollen Herangehensweise auch durch ein großes Maß an Selbstreflexion – auf der narrativen Ebene genauso wie auf der visuellen, aus. Ina Loitzl verleiht ihren Arbeiten nicht selten eine intime Dimension indem sie ihre Figuren den eigenen Körper und das eigene Antlitz verleiht. Gerne thematisiert und analysiert sie in ihren Arbeiten diverse weibliche Rollenbilder sowie Klischeebilder von und über das sogenannte „schöne Geschlecht“. Themenfelder sind hierbei der weibliche Körper, der Schönheitsmythos, Altern und Sexualität….

entnommen aus. Katalog zur Ausstellung der Kro Art Contemporary, hairytales, Wien 2013, S 41