AnaMaria Heigl | Aeon

Titel: Aeon, 2009

Technik: Gipsskulptur

Format: 85 cm Höhe

 

 

 

 

 

 

Bereits während ihrer Ausbildung an der Hochschule für angewandte Kunst begann die 1956 in Salzburg geborene Künstlerin an Projekten für Film, Theater und Fernsehen zu arbeiten. Für Gerhard Haderer und den Rabenhof entwickelte und gestaltete sie die Karikaturpolitpuppen, die in den Stücken „Bei Schüssels“ und „Bei Gusenbauer“ zum Einsatz kamen. Seit 2006 konzentriert sie sich aber auf Fotografie und Video sowie Installationen.

Die 85 cm große Gipsfigur ist 2009 in einer Zeit der Krise und des Hinterfragens nach dem Sein entstanden. Sie scheint nur aus einem Leintuch, das mit einigen großen, strukturierenden Falten, die am Boden weich ineinander fallen, geformt zu sein. Nur eine Hülle, ohne wirklichen Körper und aus dem Inneren leuchtet mystisches Licht. Programmatisch für diese Erscheinung ist der Titel „Aeon“. Das griechische Wort bedeutet in seiner Übersetzung „Ewigkeit“, wird aber auch in der Theologie als Zeitalter oder Lebenszeit in diesem Sinn verwendet.

Stefan Jackwerth beschreibt und interpretiert die Arbeit von AnaMaria Heigl wie folgt: „Der Betrachter findet dazu nur die Hülle und das Licht, welche beide in anziehender Weise Geist und Seele zu symbolisieren scheinen. (…) Jeder Betrachter wird in der eigenen Vorstellung zu seiner ganz persönlichen Weise der Imagination begleitet, hinter welcher er etwas besonders Beglückendes vermutet, dann sucht und letztlich findet.“

anamariaheigl.at